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THEMA: Spielen ist lernen

Patienteninformation


Spielen ist lernen
Viele Eltern überlegen ganz genau, welches Spielzeug sie anschaffen sollen. Möchten sie doch, dass ihre Kleinen optimal gefördert werden.
Hier ein Überblick über die ersten Jahre:
Schon im Mutterleib trainiert ein Baby zielstrebig seine Sinne und erforscht neugierig seine Umgebung. Nach der Geburt und die ganze Kindheit hindurch setzt sich diese Entwicklung fort. Anfangs schläft es noch viel; je wacher es aber wird, desto mehr nimmt es Anteil an seiner Umwelt. So fängt es im ersten Spiel an, seine Finger und Zehen zu erkunden. Jede Anregung aus seinem Umfeld nimmt es interessiert auf und nutzt die gewonnenen Informationen, um seine angeborenen Wahrnehmungsfähigkeiten - Riechen, Schmecken, Sehen, Hören, Fühlen - zu schulen. In dieser Phase ist besonders wichtig, dass seine Eltern sich intensiv mit ihm beschäftigen, ihm Anreiz , aber auch Liebe und Geborgenheit vermitteln.

Erstes Lebensjahr
Greifen heißt be-greifen

Die Sinne wecken
Langsam entwickelt sich aus dem ziellosen Blick des Babys immer mehr ein zielgerichtetes Schauen. Und mit dem ersten Lächeln gibt es zu erkennen, dass es seine wichtigsten Bezugspersonen wahrnimmt: Das Kommunikationsspiel hat begonnen. Jetzt beginnt der kleine Erdenbürger auch, seine Umwelt im wahrsten Sinn des Wortes zu begreifen. Gegenstände, die er anfassen kann, werden genauestens erforscht, angelutscht, ertastet und erfühlt. Immer wieder, bis ihm ihre Funktion bewusst und vertraut ist. Das Baby versucht, die Abläufe zu steuern, zu verändern und nachzuvollziehen. Seine Eltern können es dabei spielerisch unterstützen. Anregungen bieten, ganz einfache Gegenstände wie Schlüsselbund oder Kochlöffel, die das Kind gründlich mit allen Sinnen untersuchen kann.

Hören will geübt sein
Bei der Geburt kann ein Neugeborenes bereits gut hören, es erschrickt auf laute Geräusche. Etwa ab dem dritten, vierten Monat beginnt es, den Kopf gezielt einer Geräuschquelle zuzuwenden. Einfache Melodien und Lieder machen schon den Allerkleinsten Freude, etwas später liegt der Spaß darin, selbst Musik bzw. Krach zu machen.

Erste Gespräche führen
Gurr- und Lall- Laute sind ein Signal, mit dem Babys den Wunsch äußern: "Ich will mit euch reden!" Jetzt sind die Eltern gefordert, denn mit feinsten Lautunterscheidungen und -modulationen erweitern Kinder ihr Kommunikationsspektrum. Sie können diese wichtige Phase der Entwicklung fördern, indem Sie mit Ihrem Kind häufig sprechen oder ihm etwas vorsingen und es dabei intensiv streicheln und liebkosen. Und wenn Papa oder Mama mal keine Zeit haben, sich mit ihm zu beschäftigen, gibt es genügend Spielsachen, die die Sinne des Kleinen zu Entdeckungsreisen animieren:
Beiß- und Greifringe, Spieluhren, weiche Bälle, Stoffpuppen, Schmusetiere, erste Bilderbücher aus Hartpappe, einfache Autos, einfache Sandspielsachen, erste Bausteine.

Spielzeug für das erste Lebensjahr sollte demnach diverse Aufgaben erfüllen:

-

einfache Effekte hervorbringen, die die Entwicklung des Hörens und Sehens anregen sowie den Tastsinn herausfordern

-

dem Kind für die grobmotorischen und feinmotorischen Bewegungsabläufe Anreize liefern

-

dem Kind Möglichkeiten zur emotionalen Bindung geben (z.B. durch Puppen oder Schmusetiere)



Das zweite und dritte Lebensjahr
Lauter kleine Tausendsassas

Hoppla, hier komme ich
Um den ersten Geburtstag herum lernt ein Kind laufen und ist nun kaum noch zu halten. Es beginnt, sich räumlich in seiner Umwelt zu orientieren. Sachen und Gegenstände, die es anfangs noch nicht erreichen konnte, sind jetzt sein Ziel. Es will seine körperlichen Bedürfnisse und die eigenen Kräfte zielbewusst und lustbetont erproben: laufen, klettern, rutschen, stoßen, ziehen, werfen... Was gibt es Schöneres für bewegungshungrige Kinder, als beispielsweise im Sand zu matschen oder durch Regenpfützen zu platschen? Wenn die Eltern auch noch mitmachen, ist der Genuss perfekt, und das Gemeinschaftsgefühl in der Familie wird gestärkt.

Wie geht das?
Je mehr und intensiver Kinder sich mit einzelnen Gegenständen beschäftigen, desto besser können sie deren Aufbau und Funktion verstehen und nachvollziehen. Typisch Beispiele dafür sind, wenn sie ein Wackeltier an der Leine hinter sich herziehen oder Klötzchen zu neuen Objekten aufeinander türmen.

Lass uns malen
Um Grob- und Feinmotorik zu fördern, eignen sich Fingerfarben und Wachsmalstifte ebenso wie Straßenkreide. Gut, wenn die Eltern darauf achten, dass die Kleinen Möglichkeiten haben, großflächig zu malen, z.B. auf Fensterscheiben oder Wandtafel. So können sich Fähigkeiten und Kreativität der Kinder optimal entfalten.

Ich will hören und verstehen
Kinder brauchen Geschichten, möglichst erzählt oder vorgelesen, dami sich die Kommunikationsfähigkeit entfalten kann. So bekommt eine Kind ein Gefühl für die Sprache vermittelt, und es kann unbewusst seine Sprach- und Wortschatz erweitern. Aus Einzelwörtern und Namen lernt es, Mehrwort-Sätze erst spielerisch, dann gezielt zusammensetzen. Übrigens: Eltern müssen keine Angst haben, dass ihr Kind einen Sprachfehler entwickelt, wenn es Wörter spielerisch verfremdet. Es will nur austesten, was es mit seinen neuen Sprachfähigkeiten anfangen kann. Natürlich dürfen Eltern dann korrigieren. Aber bitte nicht übertreiben, sonst verliert das Kind vielleicht die Freude an der Sprache.

Neue Regeln, neue Spiele
Jetzt kommen Kleinkinder zunehmend mit Gleichaltrigen in Berührung. Das bedeutet: Sie müsse soziale Kompetenz lernen, z.B. Spielsachen teilen oder ungewohnte Regeln akzeptieren. Dabei helfen ihnen Rollenspiele wie "Vater-Mutter-Kind". Auch Trotz- und Frusterlebnisse können sie so besser abbauen. Ebenfalls in diesem Alter empfehlenswert: Steckpuzzles oder Spiele mit Farb- und Formkärtchen. Sie schulen auf spielerische Weise logisches Verständnis, Konzentration und Fingerfertigkeit.

Das zweite und dritte Lebensjahr
Lauter kleine Tausendsassas

Hoppla, hier komme ich
Um den ersten Geburtstag herum lernt ein Kind laufen und ist nun kaum noch zu halten. Es beginnt, sich räumlich in seiner Umwelt zu orientieren. Sachen und Gegenstände, die es anfangs noch nicht erreichen konnte, sind jetzt sein Ziel. Es will seine körperlichen Bedürfnisse und die eigenen Kräfte zielbewusst und lustbetont erproben: laufen, klettern, rutschen, stoßen, ziehen, werfen... Was gibt es Schöneres für bewegungshungrige Kinder, als beispielsweise im Sand zu matschen oder durch Regenpfützen zu platschen? Wenn die Eltern auch noch mitmachen, ist der Genuss perfekt, und das Gemeinschaftsgefühl in der Familie wird gestärkt.

Wie geht das?
Je mehr und intensiver Kinder sich mit einzelnen Gegenständen beschäftigen, desto besser können sie deren Aufbau und Funktion verstehen und nachvollziehen. Typisch Beispiele dafür sind, wenn sie ein Wackeltier an der Leine hinter sich herziehen oder Klötzchen zu neuen Objekten aufeinander türmen.

Lass uns malen
Um Grob- und Feinmotorik zu fördern, eignen sich Fingerfarben und Wachsmalstifte ebenso wie Straßenkreide. Gut, wenn die Eltern darauf achten, dass die Kleinen Möglichkeiten haben, großflächig zu malen, z.B. auf Fensterscheiben oder Wandtafel. So können sich Fähigkeiten und Kreativität der Kinder optimal entfalten.

Ich will hören und verstehen
Kinder brauchen Geschichten, möglichst erzählt oder vorgelesen, dami sich die Kommunikationsfähigkeit entfalten kann. So bekommt eine Kind ein Gefühl für die Sprache vermittelt, und es kann unbewusst seine Sprach- und Wortschatz erweitern. Aus Einzelwörtern und Namen lernt es, Mehrwort-Sätze erst spielerisch, dann gezielt zusammensetzen. Übrigens: Eltern müssen keine Angst haben, dass ihr Kind einen Sprachfehler entwickelt, wenn es Wörter spielerisch verfremdet. Es will nur austesten, was es mit seinen neuen Sprachfähigkeiten anfangen kann. Natürlich dürfen Eltern dann korrigieren. Aber bitte nicht übertreiben, sonst verliert das Kind vielleicht die Freude an der Sprache.

Neue Regeln, neue Spiele
Jetzt kommen Kleinkinder zunehmend mit Gleichaltrigen in Berührung. Das bedeutet: Sie müsse soziale Kompetenz lernen, z.B. Spielsachen teilen oder ungewohnte Regeln akzeptieren. Dabei helfen ihnen Rollenspiele wie "Vater-Mutter-Kind". Auch Trotz- und Frusterlebnisse können sie so besser abbauen. Ebenfalls in diesem Alter empfehlenswert: Steckpuzzles oder Spiele mit Farb- und Formkärtchen. Sie schulen auf spielerische Weise logisches Verständnis, Konzentration und Fingerfertigkeit.

Spielzeug für das zweite und dritte Lebensjahr muss deshalb bestimmten Anforderungen genügen. Es sollte:

-

robust, handlich, abwaschbar und farbenfroh sein

-

keine Hygiene- oder Unfallrisiken bergen (billige Materialien, schlechte Verarbeitung)

-

dem Kind Möglichkeiten zum Hantieren und einfachen Gestalten geben, wobei es den Sinn und die Funktion in Verbindung mit Farbe, Form und Gewicht verstehen und begreifen lernen kann

-

Rollenspiele bzw. das Erproben von Regeln ermöglichen


Spielsachen die im 2. und 3. Lebensjahr klug machen
Erste Utensilien für Rollenspiele, Malfarben, Knetmasse, Kreiden, einfaches Bastelmaterial. Steck- und Legespiele. Steck- und Legepuzzles. Bausteine und Bauelemente mit Erweiterungsmöglichkeiten. Gegenstände aus dem Haushalt zum Experimentieren. Bilderbücher. Rutschautos und erste Sportgeräte. Puppen und Stofftiere.

Puzzles schulen die Beobachtungsgabe. Steckspiele fördern die Fingerfertigkeit und die Konzentration. Selbst etwas aufbauen erfordert Geschicklichkeit und Intelligenz und schafft Selbstvertrauen.

Später finden Sie diese Seite in unserem Patientenfragen-Archiv.