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THEMA: Knieendoprothese Teil 2
Patienteninformation


Knieendoprothese, das künstliche Kniegelenk

Teil 2:

Prothesentypen

Die ersten Knieprothesen wurden Anfang der 70er Jahre entwickelt. Zur Zeit sind drei unterschiedlich aufgebaute Prothesentypen im Gebrauch.

Der teilweise Gelenkersatz (Schlittenprothese)
Dieser Prothesentyp wird eingesetzt, wenn nur ein Gelenkabschnitt künstlich ersetzt werden muss. Die Vorteile dieses Prothesentyps liegen darin, dass die übrigen gesunden Gelenkstrukturen erhalten bleiben können und die Operation insgesamt weniger belastend für den Betroffenen ist. Die Beweglichkeit im Kniegelenk ist im Allgemeinen kaum eingeschränkt.

Der komplette Gelenkersatz ohne Achsführung
Hier werden alle Gelenkstrukturen, auch die Rückfläche der Kniescheibe, künstlich ersetzt. Die Bandstrukturen, die die Achsführung des Kniegelenkes sicherstellen, wie z.B. das vordere und hintere Kreuzband, sowie die Gelenkkapsel bleiben jedoch erhalten. Dieser Prothesentyp wird bisher am häufigsten eingesetzt.

Der komplette Gelenkersatz mit Achsführung
Ist die Zerstörung des Kniegelenkes soweit vorangeschritten, dass neben den knöchernen und Knorpelstrukturen auch die Bänder zerstört bzw. in ihrer Funktion beeinträchtigt sind, muss auch die Achsführung, also die Stabilisierung des Kniegelenkes in der Längsachse des Beines, die eine seitliche Verschiebung verhindert, durch die Gelenkprothese sichergestellt werden. Dieser Prothesentyp verfügt über eine Abstützung in der Mitte, die eine seitliche Bewegung des Unterschenkelknochens gegenüber dem Oberschenkelknochen verhindert. Dies ist der kompliziertestes Prothesentyp, der bislang die kürzeste Funktionsdauer besitzt.

Um eine ungestörte, schmerzfreie und dauerhafte Funktion zu erreichen, werden an die Materialien eines künstlichen Kniegelenkes hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen korrosionsbeständig sein, dürfen zu keinen Unverträglichkeitsreaktionen führen, müssen den im Körper auftretenden Drücken und Biegebelastungen widerstehen und dürfen beim Aneinanderreiben der Gelenkpartner keinen Abrieb entstehen lassen. Zum Einsatz kommen daher bestimmte Metalllegierungen, wie z.B. Kobalt-Chrom-Verbindungen, Keramik und Spezialkunststoffe, wie z.B. Polyethylen. Die einzelnen Bestandteile des künstlichen Kniegelenkes müssen mit dem körpereigenen Knochen verbunden werden. Nach der Art und Weise der Verankerung der Prothesenteile im Knochen werden zementfreie und zementierte Prothesen unterschieden.

Die zementfreie Prothese
Bei der zementfreien Prothese werden die künstlichen Gelenkstrukturen mit dem Knochen verschraubt bzw. im Knochen verklemmt. Langfristig wächst der Knochen an der Prothesenoberfläche an und eine dauerhafte Fixierung ist erreicht.

Die zementierte Prothese
Für die zementierte Prothese wird ein spezieller, besonders schnell aushärtender Zement verwendet. Von jedem dieser Prothesentypen gibt es eine Vielzahl verschiedener Modelle, die individuell ausgewählt werden. Die Auswahl der im Einzelfall am besten geeigneten Prothese richtet sich nach der Größe des Betroffenen, seinem Gewicht und seinen körperlichen Aktivitäten. Die Form der Knochen spielt ebenfalls eine Rolle. Anhand einer Röntgenaufnahme des zu operierenden Knies wird vom Operateur eine Zeichnung angefertigt. Anschließend werden das Modell und die Größe der Prothese ausgewählt.

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